Biodiversität im Garten fördern
Die Stadt Biel unterstützt naturnahes Gärtnern
Mai 21, 2026 - Lesezeit: 3 Minuten
Mit dem Frühling beginnt die Gartensaison. Wer seinen Garten, Balkon oder Innenhof naturnah gestaltet, schafft wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und trägt zur Lebensqualität in der Stadt bei. Die Stadt Biel unterstützt die Bevölkerung dabei mit verschiedenen Angeboten und praktischen Hinweisen für mehr Biodiversität.
Das Foto zeigt eine Magerwiese mit verschiedenen Blumen.
Die Stadt Biel engagiert sich aktiv für die Förderung der Biodiversität. Der Aktionsplan-Biodiversität 2025–2028 befindet sich bereits in der Umsetzung. Gleichzeitig wird zusammen mit Freiwilligen ein Flora-Inventar erstellt, um die Pflanzenvielfalt in Biel besser zu erfassen. Zudem ist die Erarbeitung einer Biodiversitäts-Strategie vorgesehen – eine Maßnahme des aktuellen Legislatur-Programms.
Auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten. Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken: Einheimische Pflanzen bieten Nahrung und Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und zahlreiche weitere Tiere. Naturnahe Gärten tragen zudem dazu bei, das Stadtklima zu verbessern und die Umgebung widerstandsfähiger gegen Hitzeperioden zu machen.
Praktische Hinweise für mehr Natur im Garten und auf dem Balkon
Wer den eigenen Garten oder Balkon biodiversitätsfreundlicher gestalten möchte, kann mit einfachen Schritten beginnen:
Einheimische Blumen, Stauden und Sträucher bevorzugen Sie sind an die lokalen Bedingungen angepaßt und besonders wertvoll für die Tierwelt.
Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten Pestizide schaden nicht nur Schädlingen, sondern auch Nützlingen wie Wildbienen oder Marienkäfern.
Wilde Ecken zulassen Ein Ast- oder Laubhaufen, eine ungemähte Ecke oder verblühte Pflanzen bieten Rückzugsorte und Nahrung für viele Tiere.
Vielfältige Strukturen schaffen Trockenmauern, Blumenwiesen oder Kleinstrukturen fördern die Artenvielfalt.
Invasive Neophyten entfernen Problempflanzen wie Kirschlorbeer oder Goldrute verdrängen einheimische Arten und breiten sich rasch aus.
Stadt unterstützt mit kostenloser Beratung
Die Stadt Biel engagiert sich mit verschiedenen Angeboten für mehr Biodiversität in Privatgärten.
Interessierte Einwohner können eine kostenlose Beratung für naturnahes Gärtnern in Anspruch nehmen. Fachleute zeigen direkt vor Ort konkrete Möglichkeiten auf, wie Grünflächen ökologisch aufgewertet werden können. Das Angebot richtet sich an Eigentümer ebenso wie an Mieter sowie Verwaltungen und Wohnbau-Genossenschaften.
Neophyten-Sack und Sträuchertausch-Aktion
Invasive Neophyten dürfen weder kompostiert noch in der Natur entsorgt werden, da sie sich dadurch weiterverbreiten können. Mit dem kostenlosen Neophyten-Sack können diese Pflanzen fachgerecht entsorgt werden. Die Säcke sind bei der Stadt erhältlich.
Auch dieses Jahr organisiert die Stadt Biel wieder eine Sträuchertausch-Aktion. Einwohner werden dabei die Möglichkeit erhalten, exotische oder invasive Sträucher gratis gegen einheimische Arten auszutauschen. Einheimische Sträucher bieten zahlreichen Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum und fördern so die Biodiversität direkt vor der Haustür. Dieses Jahr ersetzt die Stadtgärtnerei für jede eingetauschte Pflanze zusätzlich einen invasiven Strauch auf öffentlichen Flächen.
Die nächste Sträuchertausch-Aktion findet am 14. November 2026 statt. Tauschwillige melden sich unter Sträuchertausch-Aktion: Fördern Sie die Biodiversität in Ihrem Garten – Stadt Biel an. (pd, rm)

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