Die neue biometrische Identitätskarte ist erhältlich
Anpassung an EU "zukunftsorientierte Lösung"
November 3, 2026 - Lesezeit: 3 Minuten
Die neue biometrische Identitätskarte ist da: Sie ist ein physischer Ausweis mit integriertem Chip und enthält neben dem Gesichtsbild auch zwei Fingerabdrücke. Damit soll sie die Sicherheit erhöhen und Fälschungen erschweren. Nicht zu verwechseln ist sie mit der elektronischen Identität (E-ID), über deren Einführung die Schweizer Stimmbevölkerung am 28. September 2025 äusserst knapp mit 50,39 Prozent Ja-Stimmen entschieden hat. Die beiden Produkte sind unabhängig voneinander: Während die biometrische Identitätskarte als physisches Dokument auch zum Reisen im Schengen-Raum berechtigt, dient die E-ID der digitalen Identifikation. Sie ist kein Reisedokument.
Wie bereits der biometrische Schweizer Pass enthält auch die neue Identitätskarte einen Chip. Darauf sind ein Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke gespeichert. Dadurch ist die Karte besser vor Manipulationen und Fälschungen geschützt. Die heute bereits im Umlauf befindlichen Identitätskarten ohne Chip bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig – sowohl zur Identifikation in der Schweiz als auch für Reisen in die EU. Sie müssen nicht ersetzt werden.
Bestellverfahren
Die biometrische Identitätskarte kann bei den kantonalen Passbüros sowie bei den Schweizer Vertretungen im Ausland beantragt werden. Der Antrag ist auch digital möglich.
Wie beim biometrischen Pass müssen die Antragstellenden persönlich bei der zuständigen Stelle erscheinen, damit ihre biometrischen Daten erfasst werden können. Die neue Identitätskarte kann auch zusammen mit einem Schweizer Pass bestellt werden.
Es verbleibt wie heute Sache der Kantone zu entscheiden, ob die bisherige Identitätskarte ohne Chip bei den Einwohnergemeinden beantragt werden kann oder der Antrag beim Kanton zu stellen ist.
Die neue biometrische Identitätskarte kostet gleich viel wie die Identitätskarte ohne Chip.
Freie Wahl
Bürgerinnen und Bürger können je nach Bedarf zwischen den beiden Identitätskarten wählen:
Personen, die innerhalb der EU reisen und einen modernen Ausweis wünschen, welcher auch elektronisch ausgelesen und geprüft werden kann, wird die biometrische Identitätskarte empfohlen.
Für Personen, die ihre Identität ausschliesslich in der Schweiz physisch durch Vorlage des Ausweises nachweisen möchten, ist die nicht-biometrische Identitätskarte ausreichend.
Unterschied zur E-ID
Die biometrische Identitätskarte ist vom elektronischen Identitätsnachweis (E-ID) zu unterscheiden. Erstere ist ein Identitäts- und Reisedokument, welches physisch ausgestellt wird. Bei der E-ID handelt es sich dagegen um einen elektronischen Identitätsnachweis, mit der man sich in der digitalen Welt ausweisen können wird. Sie ist jedoch kein Reisedokument.
Notpass
Seit dem 2. November 2026 trägt der bisherige «provisorische Pass» die neue Bezeichnung «Notpass», was den internationalen Begrifflichkeiten entspricht. Gleichzeitig wurden das Design und die Sicherheitsmerkmale angepasst. Der Notpass hat nun das gleiche Design wie der 2022 eingeführte Schweizer Pass. Die Bestellmodalitäten und die Voraussetzungen bleiben unverändert.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.schweizerpass.ch.
Ergänzung / Korrigendum
In einer früheren Fassung dieses Artikels wurden die biometrische Identitätskarte und die elektronische Identität (E-ID) miteinander verwechselt. Dies wurde nach einem Hinweis durch das Bundesamt für Polizei (Fedpol) zeitnah korrigiert. Wir danken dem Fedpol für den Hinweis.
(pd)
(Bild: Fedpol)

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